CDU Stadtverband Marienmünster

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Intensive Beratungen
Haushaltsklausurtagung der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Marienmünster

Am Samstag den 21. Januar 2017 kamen die Mitglieder der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Marienmünster frühmorgens im Gasthof Weber zusammen, um über den Haushalt 2017 unserer Stadt zu beraten. Unterstützung aus dem Rathaus erhielten sie hierbei von den Amtsleitern sowie dem Bürgermeister. Zunächst stellte die Verwaltung den Gesamtplan vor, bevor man näher ins Detail ging und die Mitglieder zahlreiche Rückfragen stellen konnten.
Nach einer Stärkung schilderte Schulleiter Nicolay Loges ein weiteres Mal eindrucksvoll die durchgeführten und noch geplanten Maßnahmen in der Grundschule und erntete viel Lob von den Fraktionsmitgliedern. Man sicherte dem Schulleiter größtmögliche Unterstützung bei allen Maßnahmen zu – Die Bildung unserer Kinder ist ein wichtiges Anliegen, das keinerlei Sparzwängen unterliegen sollte.



Darauf folgte eine intensive Beratung der Fraktionsmitglieder, die erst in den frühen Abendstunden endete und schlussendlich in den formulierten Änderungsanträgen zum Haushalt mündete, die dieses Jahr deutlich kürzer ausfallen als noch im Vorjahr.

Kai Schöttler, CDU-Fraktion


Landtagswahl 2017: CDU-Kandidaten stellen sich vor

Marienmünster/Kreis Höxter. Noch rund einen Monat haben Elisabeth Klennert und Matthias Goeken Zeit, um für ihre eigene Person zu werben. Denn beide wollen am 18. Juni in Borgentreich von den Mitgliedern des christlich demokratischen Kreisverbandes als CDU-Kandidat für den Landtag aufgestellt werden. Am Dienstagabend haben sie ihre Vorstellungsreise durch den Kreis Höxter in Marienmünster begonnen - ohne den Brakeler Ratsherrn Dirk Simon, der erst am Mittwochnachmittag seine Kandidatur bekannt gab.

Rund 50 CDU-Mitglieder waren der Einladung der Stadtverbände Marienmünster, Nieheim und Steinheim gefolgt und in den Klosterkrug an der Abtei gekommen. Thomas Johlen, Vorsitzender des Stadtverbandes Marienmünster, zeigte sich dankbar, dass zwei Lokalpolitiker der Union den Schritt in den Landtag wagen wollen: "Wir haben mehrere Bewerber - das zeichnet eine Demokratie aus", sagte er. Wer für den CDU-Kreisverband als Nachfolger von Hubertus Fehring kandidieren darf, entscheidet sich am 18. Juni. Bis dahin werben Elisabeth Klennert und Matthias Goeken innerhalb ihrer Partei für ihre Stärken.

Die 50-jährige Pflegeheimleiterin Klennert, die vom Steinheimer Stadtverband nominiert worden ist, will sich unter anderem für "gute Arbeit mit fairen Löhnen" im Kreis Höxter einsetzen. Sie kritisierte die aktuelle Landesregierung der SPD scharf: "Während wir hier vor Ort jede Münze dreimal drehen, hat der Landesfinanzminister die Spendierhosen an", sagte sie. "Wie kann es sein, dass bei uns ein Sportverein über Löcher im Fußballfeld stolpert und die Kabinen in Eigenleistung sanieren muss, während eine hoch verschuldete Stadt wie Essen ein neues Stadion für 64 Millionen Euro bauen kann?", fragte Klennert weiter, die in Steinheim auch stellvertretende Bürgermeisterin ist. Der 51-jährige Bäckermeister Matthias Goeken ist vom Bad Driburger Stadtverband für die Wahl am 18. Juni nominiert worden. "Schon früh hat mich der Virus Politik infiziert", erzählte er in Marienmünster. Bereits 1983 ist er in die CDU eingetreten, aktuell sitzt er auch in der zweiten Legislaturperiode im Kreistag Höxter. Sein thematischer Schwerpunkt liegt im Öffentlichen Nahverkehr, wo er durch seine Tätigkeit als Vorsitzender der nph-Verbandsversammlung viele Maßnahmen, wie den barrierefreien Umbau von Haltestellen, anstoßen konnte. Er sagt auch: "Gerade im ländlichen Raum müssen wir dringend Antworten auf den demografischen Wandel finden". Seine Erfahrung und sein Wissen wolle er mit voller Tatenkraft einsetzen, um den gesamten Kreis Höxter weiter nach vorne zu bringen. Gewünscht wurde beim Infoabend auch ein Statement der Kandidaten zur interkommunalen Zusammenarbeit. "Ich möchte nicht, dass beispielsweise Marienmünster, Nieheim und Steinheim bald nur noch einen Bürgermeister und einen Stadtrat haben. Aber langfristig muss vieles zusammengelegt werden", so Klennert. Kosten könnten so deutlich gespart werden. "Gerade in kleinen Kommunalverwaltungen werden immer mehr Spezialisten für die einzelnen Bereiche gebraucht, weil auch die Auflagen der Städte immer höher werden", sagte Goeken. Durch eine interkommunale Zusammenarbeit könnten sich die verschiedenen Spezialisten in ihren Fachbereichen um die Belange mehrerer Städte kümmern.

von Madita Schellenberg


Vorstellungstour an der Basis

Höxter (WB). Wer wird Nachfolger von Hubertus Fehring? Vor der endgültigen Landtagskandidatenkür der CDU am 18. Juni in Borgentreich sind die Kandidaten Elisabeth Klennert und Matthias Goeken auf Vorstellungstour in den CDU-Stadtverbänden.

Nach der Auftaktveranstaltung für Nieheim/Steinheim/Marienmünster stellten sich die Politiker nun im Gasthaus Driehorst in Godelheim den CDU-Stadtverbänden Höxter und Beverungen vor. Der erst vor einigen Tagen ins Rennen eingestiegene Brakeler Ratsherr Dirk Simon aus Frohnhausen hätte dort auch auftreten können, er war aber nicht nach Godelheim gekommen, sondern ließ – wie in Marienmünster – Flyer zu Person und Programm verteilen.

Schulpolitik, Verkehrsinfrastruktur im Kreis Höxter, Flüchtlinge, Sozialpolitik und Persönliches stellten die beiden Kandidaten in den Vordergrund ihrer Präsentationen an der Parteibasis. Beide wollen als starke Stimmen aus der Region nach einer Wahl in Düsseldorf wahrgenommen werden. NRW werde durch Rot-Grün zurzeit schlecht regiert, ein Wechsel sei fällig, unterstrichen beide.

 „»Wir wollen eine starke Stimme aus dem Kreis Höxter in Düsseldorf sein.«“

Kandidaten Elisabeth Klennert und Matthias Goeken

Elisabeth Klennert (Jahrgang 1965, Seniorenhausleiterin und Vizebürgermeisterin von Steinheim) sieht sich als Vertreterin der modernen CDU. Sie unterstützte ausdrücklich den Kurs von Kanzlerin Angela Merkel in der Flüchtlingspolitik und sieht die Regierungschefin als Garant gegen weitere Zäune in Europa und für Stabilität in Deutschland. Klennert beschrieb sich selbst als »Typ, der nicht mit dem Kopf durch die Wand will, sondern vermitteln und Menschen zusammenführen kann«. Die verheiratete Mutter von zwei Kindern ist in der Sozialpolitik und im Kommunalen zuhause. In der Schulpolitik lehnte sie Ideologie ab und forderte den Erhalt der Vielfalt im Schulsystem im Kreis Höxter. Mit Blick auf die am Gasthaussaal vorbeiführende B64 meinte die in Nieheim geborene Steinheimerin, dass man nicht so viel Geld für Schlingnattern, sondern besser für die Menschen an der B64 ausgeben solle.

Der Bad Driburger Bäckermeister Matthias Goeken (51/500 Mitarbeiter) kritisierte mit Blick auf die B64 die in NRW fehlenden Planungskapazitäten. Eine falsche Verkehrs- und Umweltgesetzgebung ziehe alles in die Länge. Die B83 müsse sofort zurück in den Bundesverkehrswegeplan. Goeken, der im Kreistag sitzt und Vize-CDU-Kreischef ist, berichtete von seinem Schwerpunkt ÖPNV, wo er Akzente setzen wolle. Der Kreis dürfe kein Freilichtmuseum werden, wie der Grünen-Minister Remmel es vorhabe. Der in zweiter Ehe verheiratete Vater von drei Kindern sagte, er sei willensstark und strebe schnelle Lösungen an. Mit Blick auf die Windkraft argumentierte er gegen eine Nutzung des Waldes. Als Mittelständler forderte er weniger bürokratische Auflagen für Betriebe. Bei den Flüchtlingen müsse man darauf achten, dass die Menschen nicht alle den Kreis in Richtung Ballungsräume verlassen, wenn man sie hier qualifiziert habe.

Die Kandidaten sprechen bis zum 18. Juni auf weiteren Vorstellungsterminen im Kreis Höxter. Die NRW-Landtagswahl ist am 14. Mai 2017.

von Michael Robrecht


Pech für Höxter

Der Szenenapplaus war so laut, dass ihn hoffentlich auch Viktor Herzog von Ratibor im Schloss Corvey hören konnte. Mit deutlichen und unmissverständlichen Worten hat Landrat Friedhelm Spieker dessen Zögern und Zaudern beim Ausbau des Weltkulturerbes kritisiert – denn das Forum, was jetzt in Marienmünster für 1,3 Millionen Euro geschaffen wurde, sollte ursprünglich in Höxter entstehen. „Das hätten sie auch haben können", rief der Landrat dem Herzog zu. Recht hat er. In Marienmünster sind Macher und viele Ehrenamtliche am Werk.

Sie drehen sich nicht um Probleme, sondern suchen nach Wegen und Lösungen. Sie konzentrieren sich auf das Machbare und reißen mit ihren Ideen und ihrem Schwung viele Akteure mit. Herausgekommen ist ein Forum, das die Menschen der Region nicht allein den Touristen überlassen sollten. Ein Besuch lohnt sich. Denn es gibt viel Spannendes zu entdecken, einschließlich einer kleinen Wanderung durch die nähere Umgebung, beispielsweise zum Aussichtsturm. Einen solchen Besuchermagneten hätte auch Höxter haben können und müssen. Denn das Welterbe ist auch eine Verpflichtung. Doch in der Weserstadt fehlt es an allem. Besonders am Willen. Schade.


Bedeutende Bauwerke erleben

Marienmünster(WB). Architektur hautnah erleben: Das ermöglicht erneut der »Tag der Architektur«. Am 25. und 26. Juni werden 325 Bauwerke aller Art, Quartiere, Gärten und Parks in 146 Städten und Gemeinden Nordrhein-Westfalens für Besucher geöffnet sein – Marienmünster ist dabei. Architekt Christian Sauer übernimmt die Führungen. Bauherr ist die Kulturstiftung Marienmünster.

Interessierte können sich von Architekten und Stadtplanern die neuen oder erneuerten Bauten vorstellen zu lassen. »Architektur beeinflusst unser Leben jeden Tag«, erläutert Ernst Uhing, Präsident der Architektenkammer NRW. »Am Tag der Architektur stellen die Akteure ihre Ideen und Konzepte am gebauten Beispiel vor und laden die Bürger zum Gespräch ein.« Der Print-Katalog, in dem alle 325 Objekte vorgestellt werden, kann ab sofort kostenlos bestellt werden (www. aknw.de). Alle Bauwerke finden sich mit sämtlichen Informationen und Besichtigungszeiten auch in einer Datenbank der Internetseite sowie in einer bundesweiten App zum Tag der Architektur.

Bis zu 40 000 Besucher machten sich in den vergangenen Jahren am letzten Juni-Wochenende jeweils auf den Weg, um neue und erneuerte Architektur vor Ort zu erleben und sich über aktuelle Trends beim Bauen und Wohnen zu informieren. »Wir stellen insgesamt ein wachsendes Interesse an Architektur und städtebaulichen Entwicklungen fest«, konstatiert Kammerpräsident Uhing.

»Architektur für alle« – das bundesweite Motto zum Tag der Architektur 2016 ist Programm: Das Spektrum der Bautypen unter den 325 Objekten, die in NRW zu besichtigen sind, ist breit gefächert, nahezu alle Bauaufgaben sind exemplarisch vertreten. Ein deutlicher Schwerpunkt liegt auf dem Thema »Wohnen«, wobei die Spanne von Modernisierung älterer Wohngebäude über zeitgenössischen Geschosswohnungsbau und den Neubau eleganter Wohnhäuser bis hin zum technisch ambitionierten Einfamilienhaus reicht. Spannende Projekte gibt es auch unter den Hochschul- und Bildungsbauten zu sehen. Zudem werden auch neue Kulturbauten präsentiert, zu denen auch das »Forum Abtei« – das neue Besucherzentrum in Marienmünster gehört. Dazu steht im Print-Katalog Architektenkammer NRW: »Es fehlte ein Anlaufpunkt für Besucher der Klosterregion.

Die Wahl fiel auf die Abtei Marienmünster, die bereits in den vergangenen Jahren zu einem Kulturbetrieb umgenutzt worden ist. Der Neubau führt die vorhandene Klostermauer in Gebäudeform weiter. Die Holzfassade lässt verschiedene Assoziationen mit historischen Holzbauten zu und wird nachts illuminiert. Der Kern im Innenraum wurde von dem international bekannten Kalligrafen Brody Neuenschwander mit Schriftzügen aus den Benediktinerregeln gestaltet.« Besichtigungszeiten an den »Tagen der Architektur« sind am Samstag, 25. Juni sowie Sonntag, 26. Juni, jeweils von 11 bis 17 Uhr. Führungen werden an beiden Tagen laut Veranstalter um 11.30 Uhr angeboten.

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CDU Stadtverband Marienmünster absolviert Kulturprogramm. Besichtigung Weltkulturerbe Corvey und Stadtführung Höxter

Am Samstag den 11.05.2016 um 14.00 Uhr starteten der Stadtverband sowie die Fraktion der CDU Marienmünster nebst Partnern, um bei bestem Wetter unter der fachkompetenten Führung von Georg Moritz zunächst das Ensemble um das Weltkulturerbe Corvey in Augenschein zu nehmen.

Hier lernten die Mitglieder Einiges über die Geschichte des ehemaligen Klosters (http://www.schloss-corvey.de/) und erfuhren sicher auch Neues durch den sachkundigen Führer, dem der Beruf des Lehrers deutlich anzumerken war und der auch einige ehemalige Schüler unter den Mitgliedern ausmachen konnte.

Daraufhin stärkte man sich bei Kaffee und Kuchen in der Schlossgastronomie, um dann zum zweiten Teil des samstäglichen Kulturprogrammes überzugehen. Willi Dohmann brachte uns ebenso enthusiastisch wie versiert einige Sehenswürdigkeiten seiner Heimatstadt Höxter (http://www.hoexter.de/) nahe. Die Mitglieder waren sich allesamt einig, dass man zwar schon oft in Höxter war, einige Details jedoch noch nicht, oder zumindest nicht bewusst, wahrgenommen hatte.

Ein schöner Tag klang im Hotel Niedersachsen aus. Bei einem Essen und Getränken fanden der Fraktionsvorsitzende Joseph Büker und der Stadtverbandsvorsitzende Thomas Johlen noch Gelegenheit, Friedhelm Borgmeier für seine Bürgermeisterkandidatur und die gute Zusammenarbeit im Wahlkampf zu danken. Antonius Schulte, dem ebenfalls für seine Arbeit als Ortsvorsteher und stellvertretender Fraktionsvorsitzender gedankt werden sollte, konnte leider nicht am Ausflug teilnehmen. Insgesamt ein sehr gelungener und lehrreicher Tag.


Der Unionspolitiker Paul Postert mahnt zur Fairness und Besonnenheit

Haus der Gemeinschaft: "Hätten sich die Bredenborner CDU-Ratsherren nicht so vehement für den Zuschuss für die Schützenhalle eingesetzt, wäre er gar nicht bewilligt worden", sagen Joseph Büker und Paul Postert

Marienmünster. "Beim Geld hört die Freundschaft auf", lautet ein Sprichwort. Bewahrheitet hat es sich erneut in Marienmünster, wo sich die Parteien im Rat der Stadt wegen eines öffentlichen Zuschusses für die Schützenhalle in Bredenborn streiten. Mehr Sachlichkeit im Umgang miteinander fordert nun der "Alterspräsident" des kommunalen Gremiums, der 75-jährige Paul Postert. Im Gespräch mit der NW mahnt der CDU-Kommunalpolitiker sowohl die politischen Parteien, als auch die im Hintergrund arbeitenden Meinungsmacher zur Mäßigung. "Sie sollten sich zunächst erst einmal an den Fakten orientieren", sagt Postert. Tatsache sei, dass der Heimatschutzverein Bredenborn als Träger der Schützenhalle einen Zuschuss in Höhe von 15.000 Euro für die Erneuerung von rund 480 Quadratmeter Hallenboden gestellt habe. Dieser Antrag und ein Kostenvoranschlag seien bereits im Sommer vorigen Jahres bei der Stadtverwaltung eingegangen, dem zuständigen Fachausschuss jedoch erst viel später zur Beratung vorgelegt worden. Außerdem sei es zu keiner der vom Bauausschussvorsitzenden gewünschten Ortsbesichtigungen gekommen. Als während der internen Fraktionssitzung dann bekanntgeworden sei, dass tatsächlich nur etwa 200 Quadratmeter Fußboden erneuert werden, und das weitere Geld in die Heizungsanlage fließen sollte, habe die CDU das als einen Mangel an Transparenz gewertet und sich für einen "angepassten Zuschuss" in Höhe von 5.000 Euro ausgesprochen.

Der Vorsitzende des Bauausschusses Joseph Büker (CDU) will diesen Vorgang nicht als Vertrauensbruch gewertet wissen, fühlt sich aber "in irgendeiner Weise getäuscht." Soweit er sich erinnern könne, habe die Stadt Marienmünster in den vergangenen 20 Jahren die Auffassung vertreten, dass angesichts der knappen Kassen nur Gebäude in öffentlicher Hand mit Steuermitteln gefördert werden. Von dieser Marschroute sei man mit dem nun bewilligten Zuschuss bereits abgewichen. Der Vorwurf, man habe Bürgermeister Robert Klocke eins auswischen wollen, sei völlig aus der Luft gegriffen. "Ich kann auch nicht verstehen, dass ein Verein, der 5.000 Euro an Fördermitteln bekommt, die Volksvertreter zum Dank dafür auf übelste Weise attackiert", zeigt Büker wenig Verständnis für die öffentliche Kritik an der Mehrheitsentscheidung des Rates. Wenn der Hallenträgerverein von Anfang an über "allgemeine Renovierungsarbeiten" informiert und dem Fachausschuss die Möglichkeit zur Besichtigung der Halle gegeben hätte, wäre im offenen Dialog miteinander womöglich noch eine andere Entscheidung gefallen, räumt Büker ein. Ein gutes Beispiel für einen kooperativen Umgangsstil nennt er das Sportlerheim in Bredenborn, für das die Stadt Marienmünster nach einer Ortsbesichtigung durch den Bauausschuss mit einem satten Mehrheitsbeschluss 10.000 Euro für die Erneuerung der Fliesen bereitstellte. Paul Postert gibt seinerseits zu bedenken, dass seine Fraktion "angesichts der unsicheren Haushaltslage mit gutem Gewissen gar nicht anders abstimmen konnte." Seine Bitte an Rats- und Vereinsvertreter fasst er in dem Satz zusammen: "Freunde, lasst uns sachlich bleiben." Die persönlichen Attacken gegen die Bredenborner Ratsvertreter, die sich der 15.000-Euro-Förderung nicht anschließen konnten, nennt der Senior unter den Ratsmitgliedern "unangemessen und schändlich."

von Josef Köhne


Besucherzentrum der Klosterregion an der Abtei Marienmünster feierlich eingeweiht, Minister macht große Augen

Marienmünster (WB). NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin macht große Augen – ihm ist das Erstaunen ins Gesicht geschrieben. Was ihn derart begeistert? Das neue Besucherzentrum der Klosterregion an der Abtei Marienmünster. Das ist am Freitag feierlich eingeweiht worden.

Duin war neben Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl, Landrat Friedhelm Spieker, und den Bürgermeistern des Kreises einer von vielen hochrangigen Gästen bei der Eröffnung des Millionenprojektes, das weit über die Region hinaus strahlen soll.

»Hier ist etwas geschaffen worden, das lange Zeit ein echter Magnet sein wird«, sagte der Minister und führte aus: »Ein Kloster ist ein besonderer Ort – es steht für eine Lebensform in Einkehr und Stille, aber auch für Gastfreundschaft. Klöster modern zu interpretieren halte ich für guten Weg. Ich freue mich sehr, dass das große Potenzial in Marienmünster genutzt wird.« Duin begrüße es, dass die »Schätze der Region« im Kreis Höxter in Szene gesetzt werden.

von Dennis Pape


Bilanz nach einem Jahr neuer Grundschule. Kinder unterscheiden nicht nach Dörfern

Marienmünster. "Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer. Nicht mit vielen wirst du dir einig sein, doch dieses Leben bietet so viel mehr", heißt es in einem Songtext des Sängers Xavier Naidoo. Leicht war auch der Weg zu nur noch einer Grundschule in der Stadt Marienmünster nicht. Die von "denen da oben" geforderten Schulschließungen in Kollerbeck und Bredenborn waren politisch heiß umstritten, und die Stadtverwaltung sah sich wiederholt Anfeindungen und Unterstellungen aus den Ortschaften ausgesetzt. Nachdem nun das erste Schuljahr zu Ende geht, in dem alle städtischen Grundschüler die einzig verbliebene Schule in Vörden besuchen, interessierte sich die Neue Westfälische für die Jahresbilanz. Und diese lässt aufhorchen:

Rund 180 Kinder werden in neun Klassen von 13 Pädagogen (eine Sonderpädagogin, mehrere Teilzeitkräfte) unterrichtet. Integration und Inklusion ist "ein großes Thema", das sich, Rektor Nicolay Loges zufolge, mit einem integeren und harmonisch kooperierenden Lehrerkollegium jedoch gut bewältigen lässt. Vier Flüchtlingskindern wird Deutsch als Fremdsprache erteilt. Das Zusammenleben aller Grundschüler unter einem Dach bezeichnet Loges als angenehm und problemlos. "Bereits nach 14 Tagen trennte kein Schüler mehr nach denen aus Bredenborn, Altenbergen oder Hohehaus. Sie präsentierten sich als homogene Gemeinschaft, in der das? Wir? und das ?Unser? das Zusammenleben bestimmt", sagt Loges.

Anerkennend erwähnt er das Kollegium, das mit seiner Vorbildfunktion diese Zusammengehörigkeit vorlebt und fördert. Positiv wertet er die erweiterten Bildungsmöglichkeiten. "Wir haben jetzt einen 80 Quadratmeter großen Musikraum, in dem wir die musikalische Ausrichtung unserer Schule hervorragend ausleben können. Außerdem verfügen wir seit einigen Monaten über ein gut ausgestattetes Forscherlabor für unseren 2. Förderschwerpunkt, die MINT-Fächer."

Im Sinne eines fortschrittlichen "Bildungshauses" kooperiert die Grundschule Marienmünster sehr eng mit den städtischen Kindergärten. "Da die Stadtverwaltung bezüglich der Übernahme der Fahrtkosten ganz unbürokratisch handelt, ist nun auch der katholische Kindergarten Bredenborn voll in dieses moderne Bildungskonzept einbezogen", lobt Loges den spürbaren Willen zur Kooperation, der seiner Meinung nach dazu führt, dass endlich alle Kinder in Marienmünster die gleichen und die besten Bildungschancen haben. Dass alles unter einem Dach passiert, hat außerdem Synergieeffekte, von denen letztlich die ganze Stadt profitiert. Spürbar wird das unter anderem daran, dass sich leichter wichtige Fördermittel generieren und Sponsoren finden lassen. Ausweiten will der Rektor das Sportangebot.

»Die natürliche Toleranz der Kinder gegenüber allen Andersdenkenden war beeindruckend«

Denn neben dem Interesse an den Musikvereinen möchte er beim Nachwuchs auch die Lust am Mannschaftssport wecken. "Gute Vereinsarbeit ist immer von Nutzen", sagt Loges, "denn sie lehrt demokratisches Handeln und soziale Kompetenz." Freude haben ihm seine Grundschüler mit ihrer Schülerzeitung gemacht. Aus eigenem Antrieb wollten sie ihre Dörfer vorstellen und waren dazu auf die Erwachsenen zugegangen, um diese nach ihrer Meinung zu guten und weniger guten Dingen zu fragen. Anschließend wurden die Aussagen von der Zeitungs-AG analysiert und Unterschiede herausgefiltert. "Die vollkommene Unvoreingenommenheit der Kinder und ihre natürliche Toleranz gegenüber allen Andersdenkenden war beeindruckend", sagt Nicolay Loges. "Vor allem die Schlüsse, die die Kinder aus der Befragung zogen, hatten absolut nichts mehr mit dem herkömmlichen Kirchturmdenken einiger Erwachsener zu tun." In diesem Denken und Handeln, so glaubt er, liegen die Zukunftschancen der kleinen aber schönen Stadt Marienmünster. Und mit Xavier Naidoo meint er: "Dieses Leben bietet so viel mehr."

von Josef Köhne


Eine Ära geht zu Ende

Marienmünster-Vörden(WB). Hinter jedem erfolgreichen Chef steht eine organisationsstarke, loyale und sorgsame Sekretärin. Das ist Gerlinde Offergeld immer gewesen – genau 48 Jahre und acht Monate. Am Donnerstag, 24. März, hat die Sekretärin des Bürgermeisters in der Stadtverwaltung Marienmünster ihren letzten Arbeitstag.

»Doch schon jetzt sind manche Anrufer im Sekretariat irritiert, wenn auf einmal nicht mehr Gerlinde am Apparat ist«, verrät Offergeld Nachfolgerin Sabine Walter. Die 49-Jährige aus Großenbreden wird seit Anfang März von Gerlinde Offergeld eingearbeitet. Und das Wissen der 63-Jährigen ist vielfältig, schließlich ist sie diejenige, die am längsten bei der Stadtverwaltung angestellt ist. Insgesamt 39 Wahlen hat sie mitgemacht. »Diese Wahlsonntage waren immer aufregend für mich. Ich habe sie nie als Belastung empfunden«, sagt die Vördenerin.

Während ihrer vielen Berufsjahre hat sie so einiges erlebt – angefangen von der rasanten technischen Entwicklung bis hin zur kommunalen Neugliederung. »Ich habe 1969 hier noch als Schreibkraft angefangen«, sagt Offergeld, die noch Stenoschreiben gelernt hat. Dann folgten elektrische Schreibmaschinen, Computer, Internet. »Das Aufgabenfeld hat sich erheblich gewandelt. Es ist vielfältiger geworden. Jetzt geht es nicht nur um Schreibarbeit, sondern auch um Organisation und Repräsentation.«

Besonders viel Freude hat ihr immer wieder die Organisation des Kinderferienprogramms bereitet. Ihr Steckenpferd war aber immer die Musikschule. Beim letzten Vorspiel wurde sie schon von den Schülern mit 37 langstieligen Rosen verabschiedet. Bewegend möchte sie diese Situation nicht nennen, eher sei es für sie »eine schöne Anerkennung«.

In den Ruhestand zu gehen, hat Gerlinde Offergeld schon vor zweieinhalb Jahren beschlossen: »Mit 64 Jahren zu gehen, das war mein Plan.« Mit ihr geht jedoch auch ein Stück Kommunalgeschichte: Ihre Chefs waren damals noch Amts-, dann Stadtdirektoren – bis 1990 dann Ulrich Jung als erste Bürgermeister Marienmünsters sein Büro in der Stadtverwaltung bezog. Ganz gleich, wer gerade in Marienmünster an der Macht war: »Ich habe mich hier immer wohl gefühlt, sonst wäre ich auch nicht so lange geblieben«, sagt sie mit einem Augenzwinkern.

Das gleiche wünscht sie natürlich auch ihrer Nachfolgerin. Um so erfreulicher sei es, dass Sabine Walter auch aus dem Stadtgebiet komme. »Denn wenn man sich mit Land und Leuten identifizieren kann, macht der Job umso mehr Freude«, weiß Offergeld.

 „Niemand ist unersetzlich.“ Gerlinde Offergeld

Gerade deshalb sei es ihr auch wichtig gewesen, die Übergabe an Sabine Walter gut vorzubereiten. »Denn niemand ist unersetzlich«, sagt Offergeld bescheiden. Als langjährige Sekretärin ist sie es wohl gewohnt, sich im Hintergrund zu halten.

Dabei haben Kollegen schon häufiger Fragen an sie herangetragen, wenn es darum ging, wie sich denn ein bestimmter Sachverhalt vor Jahren mal dargestellt hat. Sie hat das meiste in ihrem Gedächtnis abgespeichert, und wenn nicht, weiß sie gleich, wo sie nachschauen muss.

 „Ich kann Gerlinde immer um Rat fragen.“ Sabine Walter

Was sie selbst alles im Kopf hat, hat Sabine Walter momentan noch auf »ganz vielen Notizzetteln«. Walter ist sich bewusst, dass sie bildlich gesprochen in große Fußstapfen tritt. Sie hat vor, die Arbeit im Sinne Offergelds weiterzuführen und wenn sie einmal einen Ratschlag braucht, »ist Gerlinde zur Stelle. Das Angebot hat sie mir gleich am ersten Tag gemacht«, sagt Sabine Walter.

Was Gerlinde Offergeld für ihren Ruhestand plant? »Nichts«, sagt sie freimütig, »ich lass alles auf mich zukommen.«. Aber auf den ein oder anderen Besuch können sich ihre Kollegen bestimmt freuen. Denn sie hat ihre Nachfolge gut geregelt, »und wer gut Tschüss sagt, der kann auch gerne mal wiederkommen«, ist sie sich sicher.

von Linda Bögelein


Haushaltsloch kann gestopft werden - Marienmünster investiert in die Zukunft

Marienmünster(WB). Marienmünsters Bürgermeister Robert Klocke und der neue Kämmerer Gregor Meier haben gestern einen ausgeglichenen Haushalt eingebracht – mit der Einschränkung, dass dieser durch 397 200 Euro aus der allgemeinen Rücklage aufgefangen werden muss. Durch Investitionen in die Zukunft soll sich dies auszahlen.

Insgesamt erreicht der Ergebnisplan Aufwendungen in Höhe von 12 044 700 Euro sowie 11 647 500 Euro auf der Ertragsseite. Robert Klocke nennt den Entwurf, der gestern Abend dem Stadtrat präsentiert worden ist, einen »Haushalt mit Perspektive« und betont: »Wir werden wichtige und zukunftsweisende Programme in Angriff nehmen.« Während Meier die Stadt Marienmünster als »finanziell gesund« bezeichnet, erklärt Klocke, dass man sich den Griff in die Rücklage durchaus leisten könne: »Mit den beiden abgeschlossenen Jahresergebnissen 2009 und 2010 hatten wir Haushaltsverbesserungen von 555 000 und 1,2 Millionen Euro. Auch die Perspektiven für die Abschlüsse 2011 bis 2014 sind deutlich positiv.«

Auch unter dem neuen Kämmerer soll es keine Neuverschuldung geben – vielmehr werden auch weiter Schulden abgebaut. Wichtig für alle Bürger: Bei der Planung für 2016 wurden die Steuersätze bei der Grundsteuer A und B sowie bei der Gewerbesteuer auf dem Vorjahresniveau gehalten. Auch die Gebühren im Kanal- und Wasserbereich bleiben unverändert. Einzig die Hundesteuer wurde um sechs Euro pro Jahr angehoben.

Geld für Asyl, Hallenbad und Kanal

Mehr als zwölf Millionen Euro an Aufwendungen sind ein neuer Rekord für die Stadt Marienmünster. Im Produktbereich Asyl und Flüchtlinge werden 1,5 Millionen Euro eingesetzt, die durch Erträge von Bund und Land zu einem großen Teil ausgeglichen werden sollen. Für die Sanierung der Technik im Hallenbad in Vörden sollten eigentlich 2016 70 000 Euro und 2017 weitere 61 000 Euro investiert werden – diese Kosten werden jetzt jedoch für das Jahr 2016 zusammengefasst und belasten den Haushalt mit 131 000 Euro. Ein Teil der Arbeiten wird vorgezogen, da die Chance besteht, eine maximal 40-prozentige Förderung aus BMU-Mitteln für eine energieeffiziente Pumpentechnik zu erhalten.

Große Baumaßnahmen im Kanalbereich schlagen mit Investitionen von 1,7 Millionen Euro zu Buche. Größte Posten sind ein Retentionsfilterbecken in Altenbergen (800 000 Euro) und Kanalbaumaßnahmen in verschiedenen Ortschaften (608 000 Euro). Ebenfalls teuer wird die Maßnahme »Straße am Anger in Altenbergen« mit 135 000 Euro.

Investitionen in schnelles Internet

In die Breitbandverkabelung investiert die Stadt Marienmünster in den kommenden Jahren insgesamt 4,4 Millionen Euro, davon sollen 90 Prozent durch Fördermittel finanziert werden – 88 000 Euro zahlt die Kommune selbst. Ein weiterer Investitionsschwerpunkt ist die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED – 26 600 Euro. Zudem haben GfW, Kulturstiftung und Stadt eine personelle Besetzung des Tourist-Informationszentrums an der Abtei geplant. Die Stadt unterstützt dies mit 25 600 Euro in den kommenden vier Jahren.

von Dennis Pape

 

 

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